Sommertagung 2025 im Kloster Varensell
Schon zum 4. Mal fand unsere Sommertagung in der Benediktinerinnen Abtei Varensell/Rietberg statt. Unter dem Thema: “Wirf Deine Angst in die Luft- sei was Du bist, gib, was Du hast!“ von Rose Ausländer konnten wir es uns 3 Tag lang gut gehen lassen in der schönen Klosteranlage.



Wieder hatte sich Ingeborg Sundermeier, Pädagogin im Bereich Erwachsenenbildung, bereit erklärt, in vielfältiger Weise mit uns über das Thema nachzudenken. Elke Jochum sorgte wieder mit guter Organisation und der Gestaltung der Mitte für eine wohltuende Zeit.

Da unser Anreisetag auch der Michaelistag war, beschäftigen wir uns eingangs mit dem Thema „Engel“, auch anhand von Texten von Anselm Grün. Unser Hauptthema „Angst“ wurde in vielfacher Weise bearbeitet. Sehr originell war, dass wir unsere, auf kleine Zettel geschriebenen Ängste, als Los zusammengerollt in Luftballone steckten, diese aufbliesen, verknoteten und in die Luft warfen (siehe Thema).


Später sortierten wir sie an der Pinwand und erhielten 3 Gruppierungen: politisch gesellschaftliche Ängste, Sorge um Familienmitglieder u.a. und persönliche Ängste um Krankheit und Verlust. Ein Gedicht von Christine Lavant zum Thema Angst wurde in Kleingruppen gelesen und bedacht. Am Ende heißt es dort: „sie hängt wie ein Schwert am Faden einer einzigen Hoffnung über uns“ (Damoklesschwert). Im Buch „Trotzdem Ja zum Leben sagen“, was Viktor Frankl Ende 1945 nach seinem Aufenthalt im KZ Dachau geschrieben hat, konnten wir Gedanken finden, wie er trotz aller Qual, durch die Vorstellung einer guten Zukunft besser überleben konnte.

Ernst Bloch sagt: Die Hoffnung ersäuft die Angst. Verena Kast rät zum Mut zur Angst in ihrem Buch „Vom Sinn der Angst“.
Anhand von 3 Lebensgeschichten, wo das Leben ins Wanken geraten war, konnten wir Umgangsweisen mit der Angst herausarbeiten. Der Anspannung können wir durch Entspannung begegnen, z.B. durch Spazierengehen, Yoga, Meditation, Musik oder Atemübungen. Letzteres praktizierten wir auch immer wieder unter Anleitung der Referentin, was sehr entspannend war. Bei Ungewissheiten können wir versuchen, neue Gewissheiten zu finden. Bei Hilflosigkeit kann ich mir Kompetenz verschaffen. Meine eigenen Schatten sollte ich annehmen, nicht verdrängen.
„Sei, was du bist“: versöhne dich mit dir selbst, mit dem Nächsten und mit Gott.
Das Bonhoeffergedicht „Wer bin ich“ brachte uns neue Anstöße.
Kreativ wurden wir beim freien Malen oder Ausmalen von Mandalas zum Thema: Finde deine Mitte.


„Gib, was du hast“: Was erwartet das Leben von dir, Selbstfürsorge ist wichtig.
Am letzten Tag konnten wir uns noch in das Märchen „Die Nixe im Teich“ von Gebr. Grimm vertiefen. In mehreren Schritten bedachten wir die Schritte, die aus der Angst führten.
Wie immer gehörten die tägliche Andacht, das Singen, Musizieren und Tanzen dazu. Auch ein Kinoabend mit dem Film „Die Herbstzeitlosen“ brachte angenehme Entspannung.

Im nächsten Jahr ist wieder eine Tagung in Varensell geplant, vom 31.8. – 3.9.26 unter der bewährten Leitung von Elke Jochum und Ingrid Sundermeier.

Vielen Dank an alle, die zum Gelingen der Tagung beigetragen haben!
Bericht: Doris Petrick – auch dir vielen Dank!
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