Pfarrfrauentagung Varensell 31.8. – 3.9. 2026

Schon zum 6. Mal in Folge traf sich eine stattliche Frauengruppe im Kloster Varensell bei Rietberg zu einer Tagung mit der Referentin Ingeborg Sundermeier. Das Thema, sehr aktuell, lautete „Im Horizont der Hoffnung, Zuversicht wiederentdecken und weiterentwickeln“.

Mit Hoffnungstexten von Martin Luther King, Dietrich Bonhoeffer, Ernst Bloch und Anne Frank wurden wir angeregt, uns in Gruppen mit der Thematik auszutauschen. Es ist Aktivität nötig, um an die Hoffnung zu glauben, was füttere ich, welchen Gedanken hänge ich nach?
Eine weitere sehr belebende Methode war ein „speed date“ zu 7 verschiedenen Zeiten der Menschheitsgeschichte, von den alten Griechen bis in unsere Zeit. Welche Rolle spielte die Hoffnung, welche Überzeugungen und Philosophien gab es in den verschiedenen Zeiten? In 7 Zweiergruppen saßen wir uns gegenüber, tauschten uns aus und wechselten nach einigen Minuten die Gesprächpartnerin, um mit allen Zeiten bekannt zu werden.

In einem weiteren Schritt dachten wir über die Hoffnungen in verschiedenen Zeiten unseres Lebens nach: in der Kindheit, im Jugendalter, im Erwachsenenalter und im Rentenalter. Tagträume können uns in ersehnte und hoffnungsvolle Zeiten entführen.
Ernst Bloch, ein deutscher Philosoph, verfasste sein Hauptwerk „Prinzip Hoffnung“, das bis heute auch für die Theologie relevant ist. Ein Zitat: „Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Wenn wir zu hoffen aufhören, kommt, was wir befürchten, bestimmt.“
An einen „Baum der Hoffnung“ konnten wir Tränen der Hoffnungslosigkeit und Blüten der Hoffnung befestigen. Er begleitete uns die ganze Tagung über an der Pinwand.

Die Heilungsgeschichte aus Markus 9, 14-24, wo Jesus einen bösen Geist austreibt, beschäftigte uns in Bezug auf eine Frau, die sich unter die Menschenmenge gemischt hatte. Welche Gedanken stellten sich bei ihr ein, als sie sah, wie Jesus mit dem jungen Mann und dem Vater umging. Wir erfanden eine Geschichte dazu.
Feste spielen auch eine große Rolle, wenn es um die Hoffnung geht. Wir tauschten uns aus über persönliche Feste und religiöse Feste. In Gruppen informierten wir uns über die wichtigen Feste im Judentum, Islam, Hinduismus und bei den Jesiden. Welches christliche Fest ist für uns am Wichtigsten?
Am letzten Tag ließen wir uns noch in die Weisheit des chinesischen Märchens „Das Brokatbild“ entführen.
Allmorgendliche Andachten, Singen, Flötenvorspiele und Tanzen sowie ein Film prägten die Tage. Auch das abendliche gemütliche Beisammensein war ein wichtiger Bestandteil dieser erfüllten Tage.

Vielen Dank an die Referentin und die Leiterin Elke Jochum, die wieder eine bezaubernde Mitte geschaffen hatte! Die Planung sieht vor, dass im nächsten Jahr noch eine letzte Tagung mit Ingeborg Sundermeier in Varensell stattfinden kann, vom 30.8. -2.9. 2027.

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